06. 01. 2011 by
kathyreinecke
Eine Freundin erzählte mir vor ein paar Tagen, dass sich ihr Kollege zum x-ten Mal mit der Begründung „er habe schlecht geschlafen“, krank gemeldet hat.
Krank melden, weil man schlecht geschlafen hat? Könnt ich vielleicht noch verstehen, wenn man Lokführer, LKW-Fahrer, Sicherheitsposten bei der Bahn oder Produktionshelfer im Stahlwerk ist. Aber bei einem Bürojob? Fand ich recht ungewöhnlich. Nachdem ich mich dann aber ein wenig umgesehen habe, musste ich feststellen, dass im Vergleich zu anderen Krankmeldungen „schlecht schlafen“ durchaus ein fast schon ganz normaler und plausibler Abwesenheitsgrund ist.
So hat eine US-Studie unter 2.400 Arbeitgebern und 3.100 Angestellten ergeben, dass 30 Prozent aller Krankmeldungen ohne eigentliche Erkrankung erfolgen und dass Arbeitnehmer äußerst erfinderisch sein können, wenn es darum geht, ihre Freizeit zu verlängern und sich irgendeinen Quatschkram auszudenken:
(Quelle: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1324376/I-come-work-fingers-stuck-bowling-ball-Poll-reveals-worst-sick-day-excuses.html#)
Ich muss zugeben, dass auch ich mich vor langer, langer Zeit (als ich neben der Schule in einem Textileinzelhandelunternehmen als Verkäuferin jobbte) auch einmal krank meldete, obwohl ich eigentlich tipptopp in Ordnung war. Dumm, dass ich mir vor meinem Anruf nicht recht überlegt hatte, was ich denn eigentlich sagen wollte. Als ich die Filialleiterin dann an der Strippe hatte, hörte ich mich sagen, dass mir ein Schrank auf die Hand gefallen sei und ich deswegen nicht kommen könne. Total bekloppt – ich musste dann die nächsten Wochen immer mit einer bandagierten Hand zur Arbeit marschieren und möglichst bewegungslos Pullover zusammen legen….